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Bozen, 26.4.2001
![]() In einem offenen Brief forderten die Menschenrechtler den deutschen Bundeskanzler dazu auf, die Ureinwohner bei seinen Gesprächen mit Pastrana in Schutz zu nehmen. "Repräsentanten der Indianer, die öffentlich auf die Durchsetzung der Landrechte ihrer meist bäuerlichen Gemeinschaften bestehen oder Selbstverwaltung fordern, nehmen ein hohes Risiko auf sich. Unter dem Vorwand der Aufstandsbekämpfung gehen Militär und Paramilitärs rücksichtslos gegen Ureinwohner vor", kritisierte der GfbV-Experte für indigene Völker (Ureinwohner), Dr. Theodor Rathgeber. Gang und gebe seien jedoch auch Zwangsrekrutierungen indianischer Minderjähriger durch die Guerilla. Wer sich dem entgegen stelle, begebe sich in tödliche Gefahr. "Für zwei Drittel aller gravierenden Menschenrechtsverletzungen sind paramilitärische Banden verantwortlich", heißt es in dem Schreiben der GfbV. Es sei erwiesen, dass die staatlichen Sicherheitskräfte mit ihnen zusammenarbeiten. 388 Offiziere der kolumbianischen Streitkräfte seien im Oktober 2000 aus dem aktiven Dienst entfernt worden, weil ihnen Verbindungen zu paramilitärischen Banden zur Last gelegt wurden. Bisher sei gegen kaum einen dieser Offiziere ein Verfahren eingeleitet worden. Erst wenn erkennbar sei, dass die Paramilitärs effektiv bekämpft, die Indianer als eigenständige Gruppe in die Friedensbemühungen mit einbezogen und ihre Initiativen zur friedlichen Beilegung des Konfliktes ernsthaft diskutiert würden, dürfe Schröder Kolumbien Unterstützung zusagen. Weitere Informationen
finden sich unter folgenden Web-Addressen:
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Eine
Publikation der Gesellschaft für bedrohte Völker. Weiterverbreitung
bei Nennung der Quelle erwünscht
Una
pubblicazione dell'Associazione per i popoli minacciati. Si prega di citare
la fonte.
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URL: www.gfbv.it/2c-stampa/1-01/26-4-dt.html
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